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High-Q-Tracing - Die Erfahrungen eines Opikers!
Da war es wieder, das Problem mit unserem betagten CNC-Automaten.
Das Gleitsichtglas für den Kunden der morgen auf Geschäftsreise
geht, ist gerade in der Maschine zerbrochen. Das wird sicher
leider ein wenig Ärger mit unserem Kunden geben.
Nun standen wir wieder vor der Entscheidung entweder den
Servicedienst zum x-ten Male mit einer Reparatur zu beschäftigen,
die wieder nicht lange halten wird oder einen neuen Automaten
anzuschaffen und ca 30.000 Euro zu investieren oder eben endlich
die Fernformrandung einzuführen. Nach reichlichen Überlegungen
entschlossen wir uns dazu die Fernformrandung in Angriff zu
nehmen. Nach der Begutachtung einiger Systeme entschieden
wir uns für einen Tracer der Firma "Nidek"
und die Bestellsoftware "Open-Optics". Einen extra
Computer benötigten wir nicht, da wir über eine
erst 2 Jahre alte EDV mit Internetanschluss verfügten.
So konnten wir unseren vorhandenen PC nutzen, um davon die
erforderlichen Geräte anzuschließen und die Software
darauf zu installieren.
Nun war der Tag der Anlieferung da. Der Tracer und die Software
wurden geliefert. Einen Servicedienst für die Einrichtung
benötigten wir nicht. Der Tracer wurde über ein
mitgeliefertes Kabel an den PC angeschlossen und die Software
von einer CD aufgespielt. Die Anleitung zur Software war so
gut formuliert, dass schon nach 15 Minuten die Kombination
aus Tracer und Software einsatzbereit war.
In der Dokumentation zur Software "Open Optics"
wurde Schritt für Schritt beschrieben, wie wir uns bei
unserem Glaslieferanten anmelden müssen. Um auch alles
richtig zu machen, haben wir zum Telefon gegriffen und uns
mit der Nordhord-Optik GmbH in Verbindung gesetzt. Die Kundenberatung
hat uns genau den Weg aus der Anleitung bestätigt. Nun
waren wir uns auch ganz sicher, was zu tun ist. Also, nur
in die Einstellungen der Software gehen und die Kundendaten,
wie Kundennummer, Lieferanschrift und E-Mailadresse eintragen.
Dann noch den gewünschten Glashersteller auswählen
und los geht's. Per E-Mail meldete uns die Software bei der
Nordhorn-Optik GmbH an und nach einigen Minuten kam auch unsere
Registrierung per E-Mail zurück. Nun war es soweit, wir
konnten unsere Gläser nun gerandet bestellen und der
vorprogrammierte Ärger mit dem alten Automaten gehörte
endgültig der Vergangenheit an.
Wir haben den ersten Auftrag in den Computer eingegeben und
die Fassung mit dem Tracer abgetastet. Die Übertragung
der Daten war ein Kinderspiel. Nun waren wir schon gespannt,
wann und wie die geschliffenen Gläser ankommen. Lange
mussten wir nicht warten. Mit der Belieferung wurden uns auch
die Glastüten mit dem Zuschlag "FFR" zugestellt.
Diese drei Buchstaben stehen für Fernformrandung. Da
waren sie nun und nach der sehr genauen Begutachtung der Facette
und der Oberfläche waren wir schon alle guter Dinge.
"Wenn die Gläser jetzt noch passen, dann ist alles
perfekt" sagte meine Kollegin gerade und ich konnte nur
antworten: "Perfekt!". Die Gläser saßen
sehr gut in der Fassung und wir konnten die Brille nach kurzer
Montagezeit und einer Endkontrolle zu den fertigen Aufträgen
legen.
Wir lassen nun seit ungefähr einem Jahr unsere Gläser
über das High-Q-Tracing System bei der Nordhorn-Optik
randen und haben seitdem keine Probleme mit Glasbruch mehr.
Unseren alten Schleifautomaten haben wir trotzdem noch einmal
repariert und da nun deutlich weniger auf der Maschine gearbeitet
wird, wird er auch noch ein wenig halten. Für die Ausbildung
unserer zwei angehenden Augenoptiker/innen und für gelegentliche
"Umschliffe" kann er uns noch dienen. Handwerklich
haben wir trotzdem noch genug zu erledigen. Es gibt randlose
Brillen zu bearbeiten und einiges an Reparaturen an Kundenbrillen
zu bewerkstelligen. Nur die lästige und zeitraubende
Einschleifarbeit haben wir aus unserer Firma so gut wie "verbannt".
Durch die Senkung des Materialbruchs und der Maschinenwartung
rechnet sich das System des Tracers auch in absehbarer Zeit.
Durch die eingesparte Zeit in der Werkstatt haben wir nun
mehr Zeit für unsere Kunden und in Urlaubszeiten bricht
auch kein Stress mehr aus, wenn die Frage kommt "Wer
kümmert sich heute um die Werkstatt?".
Wenn mich meine Berufskollegen fragen, ob ich meine Entscheidung
zum High-Q-Tracing immer noch so treffen würde,
kann ich dies immer noch mit einem deutlichen "JA!"
beantworten.
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